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#51 2007-10-10 17:34

hay wijnhoven

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Ort: Nijmegen, Niederlande

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Beiträge: 306


Karola schrieb:

Die beiden Stellen, um die sie sich konzentrierten, habe ich in etwa auf dem folgenden Bild markiert. An den Felsen unterhalb dieser Höhle waren noch zwei weitere einzelne Tiere.

Hallo Karola,
Dein letztes Foto ist interessant, weil es vermutlich etwa das originelle Biotop dieser Art darstellen könnte: leicht beschattete Felsenlandschaft. Das beunruhigende daran ist dass es davon in Deutschland viele gibt...
@ Eva: Danke für den Hinweis,

Grüße,
hay

 

#52 2007-10-10 22:03

Karola

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Hallo Hay,

als ich das erste Mal bei der Ruine war, bin ich zwar auch draußen drum herum gegangen, aber ich denke nicht, dass ich diese Höhle genauer angeschaut habe.

Das mit dem "beschattet" trifft übrigens gut für die Sammelplätze zu. Einige würden zwar eigentlich tagsüber in der Sonne liegen, doch durch die Bäume liegen sie natürlich doch im Schatten, vielleicht dass sie mal kurz von einem Sonnenstrahl gestreift werden.

Vermutlich ist auch nächstes Jahr wieder an dieser Stelle mit den Tieren zu rechnen? Ist ungefähr bekannt, in welchem Zeitraum sie verschwunden sind und ab wann man sie wieder findet?

Ach ja, hier noch mal meine "genauen" Zahlen:

16.09.2007 : 466
23.09.2007 : 331
07.10.2007 : 85

Viele Grüße
Karola

 

#53 2007-10-11 08:43

hay wijnhoven

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Ort: Nijmegen, Niederlande

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Karola schrieb:

Vermutlich ist auch nächstes Jahr wieder an dieser Stelle mit den Tieren zu rechnen? Ist ungefähr bekannt, in welchem Zeitraum sie verschwunden sind und ab wann man sie wieder findet?

Hallo Karola,
Ja, nächstes Jahr kann man sie wahrscheinlich an genau den gleichen Stellen auffinden. Das hab ich auch beobachten können. Allerdings ist das dann die nächste Generation. Die Eier werden im Boden gelegt, die Juvenile halten sich auch lange Zeit in Bodennähe auf. Ich denke die Jungtiere lassen sich aber nicht von anderen Arten, wie zB. L. rotundum, unterscheiden. Im Frühling sollten die schlüpfen (April, Mai?).
Wie lange die Tiere diesem Herbst noch herumwandern, würde ja auch davon abhängen wie früh/spät es richtig kalte Nächte (-5 ?) geben wird...

Viele Grüße,
hay

 

#54 2007-10-14 20:25

Karola

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Offenbar hat so eine Burgruine reichlich Versteckmöglichkeiten: die Anzahl der Weberknechte hatte sich heute fast verdoppelt! Aber ich habe ja bereits erwähnt, dass verschiedene Bereiche kaum oder gar nicht zugänglich sind...

Die meisten waren wieder im Bereich des Eingangstorbogens, nach meiner Zählung 77. Aber nicht viel weniger verteilten sich an verschiedenen Stellen der inneren Mauern, inklusive des kleinen Tores, zwei davon sogar an einem Baum, insgesamt etwa 68. Und 22 zählte ich dann noch an der "Höhle" draußen am Fundament. Insgesamt also 167 Tiere, wobei die einzelnen Gruppen maximal 15 Tiere umfassten, meist aber höchstens 5.

Der Eingangsbogen scheint ein bevorzugter Aufenthaltsort tagsüber zu sein, dort waren bisher immer Tiere zu finden.

Am Mauerwerk waren die Tiere oft in Spalten oder unter (teils recht kleinen) Vorsprüngen; in einigen Fällen stutzte ich und schaute genauer hin, weil ich ein paar dünne schwarze Beine hervorragen sah. Andere Tiere saßen allerdings einfach nur an den "flachen" Steinen.

Verteilung am Torbogen:
http://spinnen-forum.de/artikel/usergal/karola/Tor_4.png

Verteilung in der Ruine:
http://spinnen-forum.de/artikel/usergal/karola/2007_1014Lageplan.JPG

Hier die beiden am Baumstamm. Zunächst fiel mir nur der silberne auf, auf dem Foto entdeckte ich dann noch seinen Kollegen:
http://spinnen-forum.de/artikel/usergal/karola/2007_1014Leiobunum.JPG

Und eine Fünfergroppe, die sich bei der "Höhle" sonnte:
http://spinnen-forum.de/artikel/usergal/karola/2007_1014Leiobunum_2.JPG

Grüße
Karola

Beitrag geändert von Karola (2007-10-14 20:26)

 

#55 2007-10-22 16:32

Karola

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Die aktuelle Zählung von gestern, bei kühlem regnerischem Wetter:
72 im Bereich des Torbogens
15 an den inneren Mauern
5 bei der "Höhle"
also insgesamt 92. Sehr kleine Gruppen bzw. einzeln sitzende Tiere; ein paar (ganz wenige) L. rotundum und blackwalli waren auch in der Nähe.

Ich habe den Eindruck, dass die Tiere sich zwar an einigermaßen geschützten Stellen sammeln, jedoch nicht in das Innere von Höhlen vordringen.

 

#56 2007-10-26 20:42

hay wijnhoven

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Karola schrieb:

Ich habe den Eindruck, dass die Tiere sich zwar an einigermaßen geschützten Stellen sammeln, jedoch nicht in das Innere von Höhlen vordringen.

Hallo Karola, hallo allerseits,
Wir haben jetzt unseren Beitrag bezüglich dieser Art fast fertig. Viele neue Daten und Erkenntnisse sind dabei herausgekommen, zum Teil verdanken wir das ja auch Martin und dieses Forum! Ich möchte mich einfach mal ganz herzlich dafür bedanken dass das hier ermöglicht worden ist! Danke auch dich für die gute Arbeit die du hier geleistet hast mit dieser Essen-Burgruine-Leiobunum-Geschichte: Klasse!

Und was deinen Eindruck betrifft kann ich nur sagen ich habe die gleiche Erfahrung: es sind eben keine richtigen "Höhlenbewohnern".
Viele Grüße,
hay

Beitrag geändert von hay wijnhoven (2007-10-26 20:44)

 

#57 2007-10-29 12:48

Karola

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Hallo Hay,

eigentlich finde ich nicht, dass ich ein besonderes Lob verdiene. Es kamen einfach verschiedene günstige Umstände zusammen, die es mir ermöglichten, so eine Gruppierung zu beobachten, und ich fand (und finde) es auch sehr interessant und bin auch gespannt, wie es mit dieser von mir "adoptierten" Kolonie weitergeht.

Gestern konnte ich leider nur einen flüchtigen Blick darauf werfen, da eine Gruppe 10 bis 12-Jahriger (schätze ich) die Ruine für "Ritterspiele" nutzte und das Eingangstor gegen die "feindlichen Ritter" gesperrt hatte. Zumindest gab es im Bogen immer noch ein paar kleinere Gruppen, und auch an der Außenseite bei der "Höhle" fand ich noch eine vor. Bei der Gelegenheit durfte ich gleich einen kleinen Biologieunterricht erteilen: eine vielleicht 8-Jährige fragte, was ich da fotografierte und schaute dann selbst, ob sie weiter oben was findet, wobei ich ihr dann erklären konnte, dass die Spinnfäden nicht von Weberknechten stammen. Aber immerhin, sie rannte angesichts achtbeiniger Tiere nicht laut schreiend davon!

Da die Ruine nicht zugänglich war, marschierte ich später weiter Richtung Süden nach Essen-Werden, um mich dort mal etwas mehr umzusehen. Und zu meiner Verblüffung entdeckte ich an einer Hauswand diesen Burschen:
http://spinnen-forum.de/artikel/usergal/karola/2007_1028Leiobunum_spec.JPG

Weitere dieser Art konnte ich dort allerdings nicht finden. Aber anscheinend kommen diese Tiere doch an mehreren Stellen in Essen vor, in diesem Fall auf der anderen Seite der Ruhr.

Viele Grüße
Karola

Nachtrag: Ich hatte nachgemessen: ein Bein des zweiten Beinpaares war etwa 9 cm lang.

Beitrag geändert von Karola (2007-10-29 13:35)

 

#58 2007-10-29 20:21

hay wijnhoven

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Karola schrieb:

... eigentlich finde ich nicht, dass ich ein besonderes Lob verdiene. Es kamen einfach verschiedene günstige Umstände zusammen, die es mir ermöglichten, so eine Gruppierung zu beobachten, und ich fand (und finde) es auch sehr interessant und bin auch gespannt, wie es mit dieser von mir "adoptierten" Kolonie weitergeht.
...Aber anscheinend kommen diese Tiere doch an mehreren Stellen in Essen vor, in diesem Fall auf der anderen Seite der Ruhr.
...Ich hatte nachgemessen: ein Bein des zweiten Beinpaares war etwa 9 cm lang.

Hallo Karola,
Trotzdem alle Achtung! Nimm das einfach mal hin und sei ein bisschen stolz und zufrieden :-)
Ja, so eine Kolonie ist etwas Besonderes. Ich habs auch nicht lassen können immer mal wieder nach so eine Gruppe zurück zu geben (auf dem Betrieb wo die Tiere massenhaft lebten nannte man mich schon rasch "Ha die hooiwagen!" /"Weh, der Weberknecht!")
Hast du mal beobachtet wie die so (wie Sabrina hier sagte) mit ihrem Körper rauf und runter wippende Bewegungen machen wenn man ihnen zu nahe kommt?

Wahrscheinlich können wir deine neuen Daten jetzt nicht mehr in unseren Artikel mit einbeziehen...

Viele Grüße,
hay

 

#59 2007-10-30 09:34

Karola

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Hallo Hay,

hay wijnhoven schrieb:

Hast du mal beobachtet wie die so (wie Sabrina hier sagte) mit ihrem Körper rauf und runter wippende Bewegungen machen wenn man ihnen zu nahe kommt?

Ja, das machten sie ab und zu, und wenn sie sich zu sehr gestört fühlten, liefen sie etwas auseinander. Blieb dann eine Weile alles ruhig, sind sie wieder enger zusammengerückt. Das Wippen habe ich auch schon mal bei anderen Arten gesehen, weiß aber nicht mehr, bei welchen. Bei einer größeren Gruppe ist es natürlich viel eindrucksvoller. Zitterspinnen tun es übrigens auch manchmal. Vielleicht hängt es auch ein wenig mit den sehr langen und dünnen Beinen zusammen? Ich meine da jetzt eher die Fähigkeit zu dieser Bewegung.

Wahrscheinlich können wir deine neuen Daten jetzt nicht mehr in unseren Artikel mit einbeziehen...

Nun, wenn ihr alle neuen Daten einarbeiten wolltet, die irgendwann dazu kommen, dann würde der Artikel frühestens in 10 Jahren fertig werden oder so... Aber ich nehme mal an, dass Informationen über diese Art auch weiterhin gesammelt werden, oder?

Viele Grüße
Karola

 

#60 2007-11-12 11:45

Karola

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Nachdem ich zweimal die wöchentliche Kontrolle nicht durchführte (einmal kindliche Ritterspiele, das nächste Mal war die Entfernung von Schleswig-Holstein aus etwas zu groß...), habe ich gestern mal wieder nachgeschaut, wie die Lage ist. Nachmittags hatte es wenigstens nicht mehr geregnet. 42 Tiere waren noch zu sehen, 37 davon im Torbereich (der Bogen erinnerte bei der Nässe ein wenig an eine Tropfsteinhöhle), einer beim kleinen Torbogen, vier unterhalb der Höhle an der Außenmauer. Aufgrund des nassen Laubs am Boden bin ich dort nicht höher geklettert.

Karola

 

#61 2007-11-18 16:26

Karola

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Bei sonnigem, tockenem Wetter (etwas kühl) konnte ich heute Mittag auch die Außenseite der Mauern mal wieder genauer anschauen. Insgesamt habe ich dadurch nicht viel weniger Tiere als vor einer Woche gefunden, 36 Stück, doch im Torbereich gab es nur noch 10. Viele Tiere einzeln, einige zu zweit, zwei Vierergruppen. Vermutlich ist damit der "Spuk" für dieses Jahr bald vorbei.

Karola

 

#62 2007-11-18 16:46

hay wijnhoven

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Hallo Karola ,
So späte Sichtungen... Das ist schon ein Rekord für diese Art...
VG,
hay

 

#63 2007-11-19 12:25

Karola

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Hallo Hay,

vielleicht fallen die Tiere um diese Zeit weniger auf, weil sie nicht mehr in großen Gruppen zusammenhocken, sondern die wenigen weiter verstreut sind? Oder an der Ruine mit den Bäumen drum rum sind sie geschützter? Allerdings habe ich gestern in Essen auch eine Raupe gefunden (nicht bei der Ruine), die eigentlich schon viel reifer oder sogar verpuppt sein sollte.  Möglich also, dass die diesjährigen klimatischen Bedingungen ziemlich durcheinander sind...

Hier mal ein Essener Weberknechtweibchen:
http://spinnen-forum.de/artikel/usergal/karola/2007_1118Leiobunum.JPG

Viele Grüße
Karola

 

#64 2007-11-25 17:07

Karola

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Es gibt immer noch welche, und nicht merklich weniger als vor einer Woche. Bei recht kühlem regnerischem Wetter (mit Aufheiterungen zwischendurch) zählte ich heute 33 Tiere im Burgbereich (innen und außen).

Karola

 

#65 2007-11-26 21:51

hay wijnhoven

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Hallo Karola,
Axel Steiner hat ihm jetzt auch in Dortmund entdeckt:
http://insektenfotos.de/forum/thread.php?threadid=11774

Vielleicht gelingt dir noch eine December-Sichtung?

VG,
hay

 

#66 2007-12-02 18:16

Karola

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Hallo Hay,

hay wijnhoven schrieb:

Vielleicht gelingt dir noch eine December-Sichtung?

Wie gewünscht... Heute ist es den ganzen Tag sehr regnerisch, und ich habe mich erst ziemlich spät aufgerafft, nach Essen zu fahren, und kam erst in der Dämmerung an der Ruine an. Aber es gibt ja Taschenlampen. Auf Grund des Wetters (und weil ich nicht so viel sehen konnte) habe ich nur im Eingangsbereich geschaut (5 Tiere), im kleinen Torbogen im Innenbereich (1 Tier) und an der Außenmauer unterhalb der Höhle (kein Fund).

Viele Grüße
Karola

 

#67 2007-12-03 14:12

hay wijnhoven

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Mit diesem Sauwetter in der Dämmerung die Burguine hinauf zu gehen!
Vampiere und Spinnentiere...
Warmer Gruss,
hay

 

#68 2007-12-06 10:50

Karola

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hay wijnhoven schrieb:

Mit diesem Sauwetter in der Dämmerung die Burguine hinauf zu gehen!
Vampiere und Spinnentiere...

Den Vampiren war es viel zu ungemütlich...

Aber gestern hatte ich nochmal die Gelegenheit, um die Mittagszeit zur Burgruine zu gehen, es war zwar feucht, regnete aber nicht, und so konnte ich 16 Tiere entdecken, alle im Innenbereich, 11 davon am Eingang, darunter eine Gruppe von fünf.

http://spinnen-forum.de/artikel/usergal/karola/2007_1205Leiobunum.JPG

Ansonsten gab es zwei Opilio canestrinii, einer davon wohl noch sehr jung:
http://spinnen-forum.de/artikel/usergal/karola/2007_1205Opilio_canestrinii.JPG

Und im Außengelände eines Mülheimer Baumarktes traf ich dann am Nachmittag dieses Tier, Körpergröße vielleicht 7 mm. Da bin ich jetzt ziemlich unsicher. Ist das vielleicht auch unser geheimnisvoller Leiobunum? Leider hatte ich nur die kleine Kamera dabei, die ungünstige Lichtverhältnisse sehr übel nimmt.
http://spinnen-forum.de/artikel/usergal/karola/2007_1205Weberknecht.JPG http://spinnen-forum.de/artikel/usergal/karola/2007_1205Weberknecht_Ausschnitt.JPG

Viele Grüße
Karola

 

#69 2007-12-07 12:59

hay wijnhoven

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Hallo Karola,
Das leicht/dunkel Muster des 6-Beiniges Mülheimer Tieres ist identisch mit dem anderen (Essen-)Weibchen das du fotografiert hast. Zweifellos ist das also auch unser geheimnisvoller Leiobunum.
Auch Jürgen Peters hat ein sehr junges O. canestrinii vorgeführt. Komisch... Vielleicht deutet das hin auf eine zweite Generation, aber das ist nur Spekulation meinerseits.

VG,
hay

 

#70 2007-12-07 13:32

Karola

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Hallo Hay

hay wijnhoven schrieb:

Das leicht/dunkel Muster des 6-Beiniges Mülheimer Tieres ist identisch mit dem anderen (Essen-)Weibchen das du fotografiert hast. Zweifellos ist das also auch unser geheimnisvoller Leiobunum.

Dann werde ich wohl nächstes Jahr ab und zu ein Auge auf das Gelände des Baumarktes haben müssen. Ich nehme doch an, es besteht auch weiterhin Interesse an dem Vorkommen dieser Art?

Auch Jürgen Peters hat ein sehr junges O. canestrinii vorgeführt. Komisch... Vielleicht deutet das hin auf eine zweite Generation, aber das ist nur Spekulation meinerseits.

Es scheint, als sei in diesem Jahr wirlich alles möglich.

Viele Grüße
Karola

 

#71 2007-12-13 21:00

Karola

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Es gibt immer noch vereinzelte Tiere in der Burgruine. Ich hatte sie Sonntagnachmittag und heute Nachmittag noch mal überprüft.

Sonntag, etwas trübes Wetter, aber größtenteils trocken: insgesamt 9 Tiere. Nur ein einziges im Eingangsbereich, ein weiteres ziemlich weit hinten im Innenbereich. Ein kleiner Teil des Geländes war nicht zugänglich, dort gab es gerade Schwertübungen (mit Metallschwertern). Die übrigen Tiere hielten sich unten an der "Höhle" auf (5) sowie ein kleines Stück daneben (2).

Donnerstag, sonnig, trocken, kühl: ebenfalls 9 Tiere. Zwei einzelne an den Innenmauern, vier ausnahmsweise oben an der Höhle, eines unten, die übrigen beiden einzeln etwas weiter an der Mauer. Übrigens alles Männchen, außer das letzte.

Karola

 

#72 2007-12-20 12:05

Karola

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Ursprünglich dachte ich, ich könnte Euch einfach nur ein wenig über den Werdegang so einer Kolonie informieren, bis sie dann irgendwann im November oder so verschwunden ist. Nur dass diese Kolonie anscheinend gar nicht daran denkt, sich über den Winter komplett zu verabschieden. Kann sein, dass die Ruine im (lichten) Wald dem natürlichen Habitat so nahe kommt, dass die Tierchen sich da einfach nur pudelwohl fühlen. Die Anzahl der verbliebenen Weberknechte ist möglicherweise der noch verfügbaren Beute angepasst? Ein paar Insekten sind ja auch "hart im Nehmen", was winterliche Temperaturen angeht.

Meine Zählung am Sonntagnachmittag ergab 13 Tiere, 9 davon im Höhllenbereich der Außenmauer, die sich größtenteils von der Nachmittagssonne bescheinen ließen (alles Männchen), drei im Eingangsbogen, mindesten zwei davon Weibchen, und ein weiteres Männchen an einer Innenmauer.

Gestern am Spätnachmittag hatte ich nochmal die Gelegenheit, nachzuschauen, da fand ich praktisch nur welche im Höhlenbereich der Außenmauer. Zwei waren am Mauerwerk kurz davor, eines unten, und als ich zu dem oberen Teil hochkletterte, zählte ich auch recht kleinem Raum 12 Stück. Als ich später dann jedoch das (nicht sonderlich gute) Bild anschaute, das ich von dieser Ecke mit ihren alten Spinnweben machte, entdeckte ich darauf etwa 14 Tiere, und von mindestens vieren weiß ich, dass sie nicht mit auf dem Foto sind, insgesamt also über 20, die zu sehen waren.

http://spinnen-forum.de/artikel/usergal/karola/2007_1219Leiobunum.JPG

Hier im Ruhrgebiet war es die letzte Woche kalt, tagsüber nur wenig über 0°, meist sonnig, manchmal leicht bewölkt. Heute ist es etwas eingetrübt, und die Bäume und Sträucher sind leicht überzuckert.

Karola

 

#73 2007-12-31 12:32

Karola

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So, alle können aufatmen: dieses dürfte (vorerst?) mein letzter Beitrag zu diesem Thema sein. Am 22. Dezember hatte ich an der Burg noch drei (!) dieser Weberknechte gesehen (Außenmauer, etwa dort, wo die etwas größere Gruppe einige Tage vorher war). Am 27. dann konnte ich kein einziges Tier mehr entdecken, ebenso bei einer Überprüfung heute. Also kann ich wohl erstmal meine Ausflüge zur Ruine guten Gewissens einstellen.

Karola

 

#74 2008-01-09 11:27

hay wijnhoven

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Hallo Karola,
Jetzt sind wir, dank deinen Ausflügen zur Burgruine, viel besser bekannt mit der Phenologie dieser Leiobunumart! Bis Ende December, das hätte ich nie vermuten können, dass die noch so spät dabei sind. Demnächst bin ich mal gespannt wann die Jungtiere (im Bodenbereich) wieder erscheinen. Ich werde  auch hier mal (sagen wir: Anfang Juli) auf Jungtieren achten. Die sehen L. rotundum sehr ähnlich, aber wenn man hunderten von diesen Juvenielen findet, müsste es sich schon doch um L. spec handeln.
Aber juli, das ist es noch lange nicht...
Vielen Dank, Karola,
LG,
hay

 

#75 2008-01-11 09:21

Karola

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Hallo Hay

hay wijnhoven schrieb:

Jetzt sind wir, dank deinen Ausflügen zur Burgruine, viel besser bekannt mit der Phenologie dieser Leiobunumart! Bis Ende December, das hätte ich nie vermuten können, dass die noch so spät dabei sind.

Wahrscheinlich müsste man solche Kolonien über mehrere Jahre beobachten, um zu wirklich fundierten Ergebnissen zu kommen. Mit genauen Aufzeichnungen, wie die Wetterverhältnisse zum jeweiligen Beobachtungszeitpunkt sind.

Irgendwie habe ich den Verdacht, dass durch die Essener Weberknechte euer Artikel immer noch nicht fertig ist...

Demnächst bin ich mal gespannt wann die Jungtiere (im Bodenbereich) wieder erscheinen. Ich werde  auch hier mal (sagen wir: Anfang Juli) auf Jungtieren achten. Die sehen L. rotundum sehr ähnlich, aber wenn man hunderten von diesen Juvenielen findet, müsste es sich schon doch um L. spec handeln.

Gelegentliche Ausflüge zur Burg wird es sicher weiterhin geben. Es gibt dort ja auch noch anderes Getier... Und natürlich bin ich auch neugierig, wann diese Leiobunums wieder auftauchen. Zumindest habe ich jetzt schon mal einen Anhaltspunkt.

Viele Grüße
Karola

 

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